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The Project

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Alles in der Natur modelliert sich wie Kugel, Kegel und Zylinder. Paul Cézanne

Ein Areal eingebettet mitten in der Stadt Basel und nahe des Rheins und wesentliches Wahrzeichen der Stadt Basel wird zum Kunstplaneten-Park. Zwölf Kugeln mit je einem Durchmesser von vier Metern mit unterschiedlichen Bildaussagen bedruckt, reichern die Urbanität um ein temporäres, künstliches und künstlerisches Universum an. Die Stadt erhält einen eigenen Kosmos und wird eingefügt in einen sichtbaren universellen Zusammenhang. Es entsteht ein Wechselspiel zwischen Stadt, Natur, Kunst und Universum, zwischen Urbanität und Unendlichkeit. Das Zusammenspiel dieser Elemente ist ein Transfer der Positionen von Welt und Kosmos. Klar definierte Raumhüllen werden zu einem hüllenlosen Paralleluniversum, zusammen gehalten von der Gravitationskraft der Kunst und ihrer Bildsprache, die ihrerseits wiederum in der Lage ist, Hüllen zu durchdringen.

Zwölf Kunstplaneten werden von nationalen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern mit deren Motiven versehen. Sie können thematisch sowohl in einen Orbit eingebunden werden wie etwa Mensch, Natur, Künstlichkeit, Zeit, oder als thematische Einzelgänger eine Galaxie der Gegensätze bilden. Jeder Kunstplanet ist für sich allein genommen ein individuelles Kunstwerk – ein künstlerischer Fixstern. Zusammen genommen bilden sie ein von Menschen geschaffenes Weltall mit eigener, künstlerischer Schwerkraft.

Der planetarische Kunsthimmel fordert auf, globale Positionen zu überdenken und neu zu definieren oder überhaupt erst seine Position zu verankern.

Der «Jardin des Planètes» ist ein Universum, das tagsüber die Welt um eine weitere bereichert und sie in einen universellen Kontext stellt. Die planetarischen Riesenleuchtkugeln werden im Sinne des Ökologie-Gedankens nach Sonnenuntergang von LED-Lichtquellen zum Leuchten gebracht und produzieren ein in sich geschlossenes und natürliches Universum.

Vom 12. bis 25. Oktober 2018 wird der «Jardin des Planètes» auf den nebeneinanderliegenden Arealen Waisenhaus und Am Lindenberg in Basel verankert. Die öffentliche Vernissage findet am Donnerstag, 11. Oktober 2018 um 18:30 auf der Pfalz beim Basler Münster statt.

Beteiligte Künstler:
Joep van Liefland NL | Markus Wirthmann DE | Hanspeter Hofmann CH | Otto Zitko AT | Daniele Buetti CH | Franz John DE | Ren Zhitian CN | Michel Blazy FR | Peter Kogler AT | Enrique Fontanilles CH | Thomas Virnich DE | Anonymus

Die Kunstintervention von Littmann Kulturprojekte wird von Carhartt (Main Partner) sowie vom Swisslos-Fonds Basel-Stadt, der Balima Stiftung, BürgerlichesWaisenhaus Basel, Römisch-Katholische Kirche Basel-Stadt, Grand Casino Basel und Bader und Partner partnerschaftlich unterstützt.

Hanspeter Hofmann CH

Allsehendes Auge – Auge Gottes

Internetkonzerne, die jeden mentalen Zustand der von ihnen abhängigen Menschen mit Hilfe von Reality-Mining im
Voraus steuern, kontrollieren und kennen.

Erinnerungen an Symptome meiner amotio retina – Real Life

Daniele Buetti CH
Ich wusste schon als Kind, dass Steinhaufen niemals einfach so frei im Himmel herumdüsen können.
Geschweige denn in einem leeren Raum kreisen.
Meine Vermutung hat sich bestätigt: Ich konnte dank Klaus Littmann und der Zementkugel den Trick durchschauen… alles heisse Luft.

Markus Wirthmann DE
Der kristallene Planet: frei nach Jules Verne, das Innerste nach Außen gekehrt, die Vorstellung einer unwirtlichen, lebensfeindlichen Welt von größter Schönheit am Nachthimmel. Es soll sie ja geben, die diamantenen Sterne und Kohlenstoff-Planeten, von Methanregenstürmen gepeitschte Weltoberflächen. Und so lange wir dort nicht hinreisen werden, können wir uns ein Bild in die Basler Nacht projizieren.

Enrique Fontanilles CH
„Mir Idiot"

1952 schrieb Wernher von Braun: „In den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren wird die Erde einen neuen Begleiter am Himmel bekommen, einen vom Menschen errichteten Satelliten, den ersten Stützpunkt der Menschheit im Weltraum.“ Wusste von Braun schon, dass wir die Erde derart abwirtschaften und, dass ein paar Auserwählte sich auf einen anderen Planeten zu retten versuchen würden.
Es gibt kaum etwas Exklusiveres als ein Spaziergang im Weltraum. Der japanische Milliardär und Kunstsammler Yusaku Maezawa wird nächstens zu seinem Weltraumflug mit Elon Musks SpaceX gleich sechs Künstler als Begleiter einladen. Diese sollen wohl durch den Flug im unendlichen Raum zu neuer Inspiration finden.
Die bildende Kunst ist vom Projekt der Moderne für eine menschlichere Welt zur Fertigung von exklusiven Waren für einen neuen Feudalismus von industriellen Neureichen mutiert. Wernher von Braun ist vom Nazi-Bombenbauer zum Leiter der US Raumfahrt aufgestiegen. Kunst entwickelt sich vom kritischen Zeitzeugen zur Trophäe und zum Statussymbol der Erfolgreichen. Kein Preis kann für diese Kunst hoch genug sein. Nur noch der Besitz eines eigenen Planeten könnte den Ehrgeiz der neuen Kunstsammler übertreffen.
„Mir Idiot“ heisst auf russisch „die Welt geht“ oder „der Friede geht“. Mir ist auch der Name der russischen Weltraumstation.

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