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Das Wörthersee-Stadion ist normalerweise die Heimspielstätte von Austria Klagenfurt. Und hier hätte der Wolfsberger AC seine möglichen Europa-League-Spiele austragen wollen.

Hätte, denn im September und Oktober wird es im Stadion keine Fussballer zu bestaunen geben, sondern einen Wald. Einen echten Wald! Mit 299 Bäumen, die bis zu 14 Meter hoch sind.

Hinter dem Projekt «For Forest» steckt der Basler Künstler Klaus Littmann (68). Ein Stadion voller Bäume, was soll das? Littmann lacht laut auf – und erklärt dann: «Das ist ein Kunstprojekt. Eine Installation, die provokative Bilder produzieren wird und die viele Fragen aufwirft. Und es ist auch ein Mahnmal in der aktuellen Klimadebatte.»

Littmann beschäftigt sich seit 30 Jahren mit diesem Projekt. Damals sah er zum ersten Mal das Bild «Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur» von Max Peintner, war fasziniert davon und dachte, dieses Bild müsste man in die Realität umsetzen.

«Das ist ein Projekt von Weltformat»

Dass dies nun genau in Klagenfurt geschieht, ist reiner Zufall. «Ich suchte jahrzehntelang nach einem geeigneten Stadion.» Das Problem dabei: Ist ein Klub erfolgreich, war Littmann mit seinem Anliegen chancenlos. Das Gute an Klagenfurt: Sie haben dank der Euro 2008 ein modernes Stadion, gleichzeitig kickt der Klub aber bloss in der zweithöchsten Liga.

Ab dem 8. September kann man sich in Klagenfurt den Stadionwald kostenlos anschauen. Littmann, der selbst kein übertriebener Fussballfan ist, prophezeit: «Das ist ein Projekt von Weltformat. Die Bilder werden um die Welt gehen.»

Und wie teuer wird das Projekt werden? Wieder lacht Littmann. «Teuer», antwortet er, «aber es wird komplett privat finanziert.»

Sonntagsblick, 12.5.19, Daniel Leu

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