beteiligte Künstler:

Marina Abramovic (Serbia), Eva Aeppli (CH), Allora & Calzadilla (US), Pablo Azul (Colombia), John Baldessari (US), Matthew Barney (US), Boltanski Christian (FR), Louise Bourgeois (FR), Joan Brossa (ES), Franz Burkhardt (DE), Maurizio Cattelan (IT), Douglas Coupland (CA), Chicks On Speed (), Critical Art Ensemble (), Niki de Saint Phalle (), Tacita Dean (), Olafur Eliason (), Karl Gerstner (CH), Gilbert & George (UK), Gonzalez Foerster Dominique (), González Torres Félix (), Dan Graham (), Sabine Gross (), Heinz Mack (DE), Damien Hirst (UK), Shere Hite (US), Yong Ping Huang (), Daniel Imboden (CH), Cristina Iglesias (ES), Koo Jeong-A (), Illya Kabakov (), Alison Knowles (), Peter Kogler (AT), Job Koelewijn (NL), Jiri Kolar (), Julius Koller (), Andreas Kopp (NL), Bertrand Lavier (FR), Sol Lewitt (US), Naroa Lizar Redrado (ES), Aníbal López (), Aníbal López (), Kasimir Malewitsch (), Christian Marclay (), Ernesto Neto (), Yoko Ono (), Jorge Palacios (ES), Tadej Pogacar & P.A.R.A.S.I.T.E. Museum (), David Reed (), Michelangelo Pistoletto (IT), Tobias Rehberger (), Pipilotti Rist (), Tom Sachs (), Tomas Schmit (), Thomas Schutte (), Shimabuku (), Andreas Slominski (), Nancy Spero (), Daniel Spoerri (), Anonymous (), Serge Stauffer (), Paul Talman (), Jean Tinguely (), Joaquín Torres-García (), Günther Uecker (), Andy Warhol (), Yvaral (), Erwin Wurm (AUT)

Das Projekt

Do It Yourself Art ist die Demokratisierung der Kunst, ihre Deauratisierung und die Relativierung des Künstlers als einzelgängerisches und schöpferisches Genie.
“Jeder Mensch ist ein Künstler”, sagte Joseph Beuys 1985, und zwar im Sinne des Gedankens der “Sozialen Skulptur” und im Rahmen des erweiterten Kunstbegriffes, dass jeder Mensch durch kreatives Handeln gestaltend auf die Gesellschaft einwirken kann.
Littmann Kulturprojekte zeigt in seiner Ausstellung rund 50 Objekte, die dem Phänomen der selbstzumachenden Kunst auf der Spur sind und die durch die notwendige Partizipation der Besucher die Mechanik und Faszination des Do It Yourself-Gedankens plastisch werden lassen. Der Besucher wird zum Künstler, der Künstler zum Besucher. Angefangen bei den “Ready Mades” von Marcel Duchamp, dem Ausgangspunkt der Do It Yourself Art in den 1920er Jahren. Sein auf einem Podest stehendes Urinal aus dem Jahre 1917, die Installation “Fountain”, zeigt auf, dass der Kontext der Auswahl oder der Entstehung eines Kunstwerkes entscheidend ist, nicht das handwerkliche Tun des Künstlers – und ebnete damit der Do It Yourself Art den Weg.
Weiter über Jean Tinguely mit seinem “Mes étoiles – concept pour sept peintures” von 1958, über Nikki de St. Phalle und Kasimir Malewitsch, einem weiteren Fixpunkt der Do It Yourself Art-Bewegung, dessen “Schwarzes Quadrat” aus dem Jahre 1915 wegweisend für die Enststehung und Entwicklung der Do It Yourself Art des 20. Jahrhunderts war. “Die Herstellung von Kunstwerken”, schrieb er, “ist nun einsichtigerweise so erleichtert und vereinfacht, dass man seine Werke am besten telefonisch, vom Bett aus, bei einem Anstreicher bestellen kann.” (Näher kommt man in der ganzen Kunstgeschichte nicht an den Do It Yourself -Gedanken, zumal als ausdrueckliche, ausgesprochene Anleitung und dann auch noch als suprematische Grundlage der Moderne).
Littmanns Do It Yourself Art ist gegliedert in drei thematisch verflochtene Bereiche. Der Besucher hat einmal die Möglichkeit, selbst aktiv zu gestalten und wie etwa im Falle der Objekte des österreichischen Künstlers Erwin Wurm aktiver Teil einer seiner “One Minute Sculptures” zu werden. In einem weiteren Bereich erhält er Gebrauchsanweisungen von Künstlern wie etwa von Daniel Spoerris "Brevet de garantie“ für eines seiner Tableau piège. Darüber hinaus werden Kunstwerke aktiv vor Ort geschaffen, so dass die Besucher Zeugen des Do It Yourself Aktes werden. Als Hommage an das “Ready Made” zeigen 15 Persönlichkeiten aus der Kultur ihr favorisiertes “Ready Made”, das auf Sockeln ausgestellt den Charakter eines Do It Yourself Artefakts erhält.

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